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Markteinstieg in den Iran

Einigung im Atom-Streit

„Merkel will Iran-Sanktionen aufheben“, so titelte die Nachrichtenagentur Reuters ihren Bericht im Handelsblatt über den Stand der Beziehungen zwischen Deutschland und Iran am 14. April 2015.

„Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht sich, dass sich die Staaten bei der Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran absprechen. Im Juni sollen weitere Gespräche mit dem Iran in einem konkreten Abkommen enden“ (Handelsblatt vom 14.04.2015).

Nach Jahren der außenpolitischen und wirtschaftlichen Isolation steht Iran wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Nach dem Wahlsieg des als gemäßigt geltenden Präsidenten Hassan Rouhani haben die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland und die EU (G5+1) im Rahmen der „Genfer Vereinbarung“ vom 24. November 2013 beschlossen, die bis dahin geltenden Sanktionen zu lockern. Die iranische Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren unter den von der internationalen Gemeinschaft verhängten Sanktionen erheblich gelitten. Vor allem die iranische Volkswirtschaft ist stark auf ausländische Investitionen und ausländisches Know-how angewiesen. Seit Anfang 2014 hat unter westlichen Unternehmen, darunter sind auch zahlreiche US-amerikanische Firmen, ein Wettlauf um lukrative Geschäfte in Iran begonnen. Viele deutsche Firmen, die traditionell gute wirtschaftliche Beziehungen zu Iran unterhielten, richten ihre Aufmerksamkeit wieder verstärkt dem iranischen Markt.